FRÄNKISCHES BIERFEST 2017

EUROPAS "LÄNGSTER BIERGARTEN"

Jubiläumstrunk zum 20. Bierfest

Festbier mit neuem Geschmack!

minneseidla jubilaeum

Foto (v.l.n.r.): Thomas 'Landi' Landherr (Gastrokonzept mit Plan, Veranstalter Fränkisches Bierfest), Isabella Mereien (Braumeisterin, Brauerei Drei Kronen in Memmelsdorf ), die gemeinsam mit ihrem Mann Markus Mereien (r., Braumeister, Brauerei Drei Kronen) von ihrem Vater Hans-Ludwig Straub, die Brauerei Drei Kronen in Memmelsdorf im vergangenen Jahr übernommen hat.

Eigentlich wollten sich Thomas Landherr und Markus Raupach einfach nur auf ein gemütliches Bierchen treffen, um über das Jubiläums-Bierfest und die Ideen zu sprechen, die es in diesem Jahr bereichern könnte. Doch es kam ganz anders. Denn schon beim ersten Schluck in der Brauerei Drei Kronen in Memmelsdorf hat es dem „Landi“ geschmeckt – und wie! So muss ein echtes fränkisches Kellerbier sein! Auf der anschließenden Suche nach dem Geheimnis hinter dem Bier lernte er erstmal die Brauerin und Bierfee des Hauses, Isabella Mereien kennen, die die Gäste mit ihrem kleinen Nachwuchs auf dem Arm in die Brauerei führte.

Das Herz der über 500 Jahre alten Brauerei steht gleich gegenüber dem Sudkessel: Ein großes, kupfernes Kühlschiff. Nur noch wenige Brauereien nutzen diese alte Methode, um das Bier nach dem Kochen schnellstmöglich auf Gärtemperatur zu bringen. Aus Angst vor möglicher Verunreinigung arbeiten fast alle Brauer mittlerweile mit geschlossenen Systemen. Das hat jedoch einen entscheidenden Nachteil, wie Isabella erklären – und Thomas Landherr schmecken konnte. Denn ein Kühlschiff bietet eine sehr große Oberfläche, über die das Bier nicht nur Wärme verliert, sondern auch allerlei nicht erwünschte Inhaltsstoffe, die bei anderen Verfahren im Bier bleiben können. Zudem kann die Brauerei auf dem Kühlschiff ganz einfach eine zusätzliche Hopfengabe „vorlegen“, die dann beim Einlaufen dem Bier ein intensives Aroma gibt.

Begeistert von Bier, Brauerin und Brauerei setzten sich Landherr und Raupach mit Isabella Mereien zusammen, um zu überlegen, ob man nicht auf diese alte, traditionelle Weise ein neues MinneSeidla-Festbier für den Burggraben zaubern könnte. Hans-Ludwig Straub, Isabellas Vater, langjähriger Brauer und immer noch „Eminanz“ im Hintergrund der Feinschmeckerbrauerei, kam mit dazu und holte das alte Rezeptbuch seines Großvaters aus dem Speicher. Gemeinsam suchten die vier nach der perfekten Formel für ein ungemein süffiges und trotzdem geschmacklich einzigartiges Bier, bei dem die Herstellung mit dem Kühlschiff ihre Stärken ausspielen kann.

Und schließlich, schon im letzten Drittel der Rezeptesammlung, wurden sie fündig. Der Vorfahr hatte ein altfränkisches Rotbier gebraut, das dank der speziellen Gerätschaften in der Drei Kronen Brauerei einen wunderbar runden, malzbetonten Geschmack und vor allem eine einzigartige, rotleuchtende Farbe hatte. Dieser Bierstil war seit dem Ende des 17. Jahrhunderts typisch in der fränkischen Region um Nürnberg und Bamberg. Hans-Ludwig, kurz „Halu“ genannt, konnte sich noch gut erinnern, dass dieses Bier noch bis in seine Zeit regelmäßig in den Sudpfannen der Kleinbrauerei kochte. Sogar einige anwesende Stammgäste hatten damals davon getrunken und bekamen einen verklärten Blick, als sie von dem edlen Getränk erzählten.

Also war klar, das MinneSeidla-Rezept für das 20-jährige Bierfest-Jubiläum war gefunden. Nun musste es nur noch eingebraut werden. Da ließ sich Thomas Landherr nicht lumpen und legte selbst Hand an, als er sich einige Wochen später mit Isabella und ihrem Mann Markus Mereien zum Brautag traf. Und er kam ganz schön ins Schwitzen. Schließlich wird hier noch viel mit der Hand gemacht. Malzsäcke zur Waage schleppen, dann zur Schrotmühle. Anschließend muss das geschrotete Malz in den Braukessel gebracht und eingemaischt werden. Einfach war da hingegen das Abwiegen der verschiedenen Aromahopfen – schließlich sind hier nur wenige Kilogramm im Bier, die aber entscheidend für das urige Aroma sind. Am Ende konnten die drei auf einen gelungenen Sud anstoßen – und Sie können sich von der Qualität überzeugen: Bei jedem Schluck „Jubiläumstrunk“ auf dem Bierfest!

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Impressionen vom Brauvorgang des Jubiläumstrunks

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Am Braukessel

Werfen einen Blick in den Braukessel:
Isabella Mereien und Thomas 'Landi' Landherr.

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Verkosten muss sein!

Thomas 'Landi' Landherr, Isabella Mereien
und ihr Mann Markus Mereien (hinten)
freuen sich über den runden Geschmack
des Jubiläumsbiers.

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Ein Meistertrunk

Am Ende konnten die drei auf einen gelungenen Sud anstoßen
und freuen sich schon jetzt aufs Fränkische Bierfest.
Von links: Thomas 'Landi' Landherr, Isabella Mereien
und Markus Mereien.

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